Übung: Wochenende auf dem Truppenübungsplatz

Vom 13. – 15. Juni hatten wieder einige Männer und Frauen von den Freiwilligen Feuerwehren aus dem Landkreis die Möglichkeit ihr Wissen unter Beweis zu stellen sowie Erlerntes zu üben. Am Freitagmittag ging es dazu mit sechs Feuerwehrautos in Richtung Stetten am kalten Markt. Auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr angekommen wurden zunächst die Zimmer bezogen und die Einsatzbereitschaft für die späteren Übungen hergestellt.

Als diesjährige Besonderheit waren zwei Kollegen des ASB (Arbeiter-Samariter-Bund) und einem voll ausgestatteten Rettungswagen mit nach Stetten gereist. Mit ihnen wurden das Einstellen und Anlegen eines sogenannten Stifneck geübt, sowie das Verhalten beim antreffen einer bewusstlosen Person oder auch die stabile Seitenlage.

Versorgung eines Verletzten

Für den ersten Abend hatten sich die Ausbilder – Angehörige der Feuerwehr Schwäbisch Hall – bis tief in die Nacht Übungen einfallen lassen. So musste z.B. in einem Gebäude das sehr stark vernebelt war, kleine Schokoriegel gefunden werden, welche die vermissten Personen darstellten. Unter Atemschutz und einer Sicht gleich Null war das keine leichte Aufgabe, denn die Kameraden mussten sich sehr gut absprechen welche Bereiche schon durchsucht sind um keinen Quadratzentimeter auszulassen an dem sich die „vermissten Personen“ verstecken könnten. Um zwei Uhr Nachts konnten sich dann die Feuerwehrkameraden zur Nachtruhe begeben.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück hatten die Kameraden die Möglichkeit sich in einem Brandcontainer der EnBW fortzubilden. Hier konnten verschiedene Situationen wie der Brand eines Schaltschrankes oder auch der Brand in einer Gasleitung nachgestellt werden. Hier kamen die Übungsteilnehmer doch sehr ins schwitzen, da im Inneren des Brandcontainers Temperaturen bis zu 300 Grad erreicht wurden.

Die abschließende Großübung für diesen Tag war die Personensuche in einem großen mehrstöckigem Gebäude. Angenommen wurde hier, dass sich mehrere nicht deutsch sprechende Fussballfans die Fussballweltmeisterschaft im Fernseher anschauten und nicht bemerkten dass sich in ihrem und dem darunterliegenden Stockwerk der Rauch eines Brandes ausbreitete. Die anrückenden Feuerwehren mussten das Gebäude zunächst in zwei Abschnitte einteilen um später eine bessere Koordinierung zu haben. Die Atemschutztrupps welche in das stark verrauchte Gebäude vorgingen hatten es nicht leicht, da die Räume doch sehr verwinkelt und unübersichtlich waren. Als der Brand gelöscht war konnte man sich auf die Personensuche konzentrieren. Nachdem die Gruppe von Fussballfans gefunden war, gab es zunächst sprachliche Barrieren die überwunden werden mussten. Da die Fans zu erkennen gaben dass sie ihren geliebten Fernseher nicht zurücklassen wollten musste dieser auch „gerettet“ werden. Nach dem kompletten Entrauchen des Gebäudes und der anschließenden Analyse der Übung durch Kreisbrandmeister Jürgen Mors, welcher die Übung sowie auch alle anderen Alarmübungen beobachtet und analysiert hatte, konnte am Abend bei schönem Wetter vor dem Unterkunftgebäude noch gegrillt werden.

Zum Schluss des Übungswochenendes gab es am Sonntag nochmals eine Großübung im Trümmerhaus. Hier mussten nach einer Gasexplosion mehrere Personen gesucht und gerettet werden. Teils mit schwerem Gerät mussten große Betonteile angehoben werden um die Personen zu befreien. Für die Erstversorgung von Verletzungen mussten die Kameraden teilweise improvisieren um die Personen transportfähig zu machen. Die Kameraden des ASB welche die Verletzen übernahmen sprachen hierbei ihr großes Lob aus.

Wieder war es ein sehr lehrreiches und spannendes Übungswochenende für alle Kameraden die daran teilgenommen haben. Dies waren von der FF Vellberg: T. Gmach und W. Noz, von der FF Wolpertshausen: M. Gehring, J. Deuber und S. Weihbrecht, von der FF Schwäbisch Hall: L. Brodkorb und von der FF Ilshofen: D. Liebich, M. Mohr und S. Gehring

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