Übung: Wochenende auf dem Truppenübungsplatz

Vom 22.-25. Oktober konnten die Floriansjünger in Stetten am „Kalten Markt“ auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr ihr Können zeigen. Die Feuerwehren des Landkreises Schwäbisch Hall hatten dort die Möglichkeit den Ernstfall zu üben und sich weiterzubilden.

Nach dreistündiger Anfahrt waren wir am Ziel und konnten unser Quartier beziehen. Je Gruppe stand ein Zimmer mit zwölf Betten zur Verfügung. Nach dem Abendessen ging es bereits mit der ersten Alarmübung los. Zwei Löschgruppen hatten die Aufgabe, mehrere vermisste Personen in stark verrauchtem Gebäude (hier mussten die Kameraden ihren Orientierungssinn unter Beweis stellen) zu retten.

Die nächste Einsatzübung stellte einen PKW-Brand, mit vermissten Personen dar. Den Brand hatte der Löschtrupp schnell unter Kontrolle. Die Personensuche dauerte etwas länger, da eine Person in einen Kanal gestürzt ist und dieser mit einem Kanaldeckel halb verschlossen war. Nach Auffinden der Person, wurde diese mit einer Crash-Rettung gerettet.

Eine weitere Übung war eine mutwillig ausgelöste BMA (Brandmeldeanlage) durch drei betrunkene Personen. Um 2 Uhr in der Nacht konnten wir uns in unsere wohlverdiente Nachtruhe begeben.

Bereits nach dem Frühstück am nächsten Morgen ging das Übungsprogramm, wie folgt, weiter:

– Temperaturgewöhnung im Brandhaus bei ca. 650-800°C. Die Kameraden schützten sich mit Atemschutzgeräten und persönlicher Schutzausrüstung gegen die starke Hitze. Das Material der Ausrüstung wurde bis an ihre Grenzen belastet und hielt zum Teil nicht stand.
– Staubexplosion in einem Holzbetrieb, mit 4 vermissten Personen.
– Brand in einer Tiefgarage mit eingeschlossenen Personen.
– Gasexplosion im Trümmerhaus – 6 Personen verschüttet.

Diese Aufgabe musste von 5 Löschgruppen bewältigt werden. Nach jeder Übung wurden durch Kreisbrandmeister Jürgen Mors die Abläufe und das Handeln nochmals analysiert.

Zum Schluss unserer Wochenendausbildung am Sonntag, bekamen wir die Aufgabe, mehrere Personen aus einem stark verrauchten Psychotherapiezentrum zu retten.

Alle Übungen wurden von den Ausbildern der Freiwilligen Feuerwehr Schwäbisch Hall vorbereitet und für die teilnehmenden Feuerwehrkameraden war es ein rundum gelungenes und lehrreiches Wochenende.

Text: H. Häfner

Schauübung: Frontalaufprall auf einen Baum

Die möglichen Folgen einer Kollision mit einem massiven Baumstamm wurden am diesjährigen Ilshofener Herbst bei einer Schauübung der Feuerwehr demonstriert. Dazu wurde ein altes Fahrzeug mit einem Autokran etwa 15 Meter in die Höhe gezogen. Von dort wurde es per Ausklinkvorrichtung auf einen am Boden liegenden Baumstamm fallen gelassen. Beim Aufprall hatte der PKW etwa eine Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern. Durch den Aufprall wurde der Motorraum auf der Beifahrerseite etwa um ein Drittel eingedrückt. Der PKW blieb anschließend auf der Fahrerseite liegen und ein direkter Zugang zur zuvor hinein gesetzten Dummy-Puppe wurde somit unmöglich.

Zur Rettung der Dummy-Puppe wurde das Fahrzeug vorab mit Keilen und Stützen stabilisiert. Anschließend wurde mit der hydraulischen Schere das Dach von den Säulen getrennt, damit es nach unten aufgeklappt werden konnte. Da der Baum auf der Beifahrerseite „aufschlug“, war die Dummy-Puppe im Fußraum nicht eingeklemmt und konnte daraufhin direkt auf ein sog. Spineboard gelegt werden.

Die Feuerwehr Ilshofen bedankt sich beim Autohaus Spriegel für die Bereitstellung eines PKWs, bei der Feuerwehr Untermünkheim für die Ausklinkvorrichtung, beim Bauunternehmer Fischer für die Leihgabe des Autokrans, sowie Tobias Hartmann für die Bedienung des Krans.

Um noch ein kleines Video des Aufpralls:
Schauuebung Toepfermark 2010

Übung: In Niedersteinach

Bei einer Übung der Feuerwehr in Niedersteinach wurde ein Brand in einer landwirtschaftlich genutzten Scheune angenommen. Zu Beginn der Übung wurden mehrere Personen in der Scheune vermisst. Die zuerst eintreffende Abteilung Obersteinach übernahm die Personensuche und konnte die erste Person nach wenigen Minuten ins Freie bringen. Die in der Zwischenzeit eintreffende Abteilung Ilshofen unterstützte bei der Personensuche und baute neben der Versorgung aus dem Wassernetz eine Leitung zum Löschwasserteich auf. Dieser hat sich allerdings über die Jahre so mit Schlamm zugesetzt, dass die Saugleitung darin versickerte. Daraufhin musste die Leitung bis zum nächsten See verlängert werden. Derweil wurden in der Scheune zwei weitere Personen gefunden und ins Freie gebracht.

Insgesamt waren von der Abteilung Obersteinach etwa 12 Mann, und vom Zug 1 der Abteilung Ilshofen etwa 10 Mann beteiligt. Bei der anschließenden Manöverkritik wurde die erfolgreiche Zusammenarbeit betont und trotz der verzögerten Wasserversorgung die Übung als gelungen wahrgenommen.