Maschinisten-Training

Nach rund zwei Jahren Unterbrechung fand wieder eine Übung speziell für Maschinisten statt. Als Maschinisten werden in der Feuerwehr die Fahrer der Feuerwehrfahrzeuge bezeichnet. Sie sind auch für die Pumpen in den Fahrzeugen zuständig.

Dabei können wir nicht nur einfach Wasser aus dem Leitungsnetz oder einem See pumpen und über ein Strahlrohr abgeben. Möglich ist auch eine „Wasserwand“ um Funkenflug zu unterbinden oder ein feiner Wassernebel um gefährliche Rauchgase nieder zu schlagen.

Gleichzeitig wurde damit ein neu errichteter, unterirdischer Wasserbehälter unterhalb eines Kreisverkehres zwischen der Arena Hohenlohe und Großallmerspann getestet. Über alle vier Entnahmestellen konnte so mehrere Kubikmeter Wasser pro Minute entnommen werden.

Aus eins mach zwei

Brände und Verkehrsunfälle ist das „Brot- und Buttergeschäft“ der Feuerwehr. Dafür sind wir bekannt. In seltenen Fällen sind aber auch ganz andere Aufgaben gefragt, z.B. das auftrennen einer Leitplanke oder das Zerlegen eines quer liegenden Stahlträgers. Dann kommen unsere Sägen zum Einsatz. Das sind z.B. klassische Kettensägen für Holz wie man es kennt, aber auch Motorflex, Säbelsäge oder eine „Rettungssäge“. Letztere ähnelt einer Kettensäge, kann aber für verschiedene Materialien verwendet werden, bis hin zu Metallen.

Um das zu erproben wurden letzten Montag mit all diesen Werkzeugen an den verschiedensten Materialien geübt. Von Aluminium über Holz, Edelstahl bis hin zu Kunststoff. Für jedes Material, jede Materialstärke oder -form gibt es die am besten geeignete Säge.

Erschwerend kommt hinzu, dass – wenn die Feuerwehr etwas zerlegen muss – dieses nicht einfach so am Boden liegt. Meisten stehen die Materialien unter Spannung und man muss sich vorher genau überlegen wo man schneiden kann bzw. wie es sich nach dem Schnitt bewegen wird. Dies hatten wir mit Hilfe der Traktoren des städtischen Bauhofes simuliert.

Übung: Großbrand in Hessenau

Eine Acetylenflasche und Schweißarbeiten: immer eine gute Grundlage für eine Feuerwehrübung. So auch letzten Freitag in Hessenau. Angenommen wurde ein Scheunenbrand nach Schweißarbeiten und mehrere Personen im angrenzenden Wohngebäude.

Bei einer Acetylenflasche besteht die Gefahr dass sie explosionsartig platzt, nachdem sie einer Wärmebeaufschlagung ausgesetzt wurde. Dann hilft nur weiträumig absperren und lange Zeit mit Wasser kühlen. Da die Flasche im Hof stand, waren die vorderen Zugänge zur Scheune und zum Wohngebäude blockiert und konnten nicht genutzt werden.

Die Personen – Unfall- und Notfall-Darsteller des DRK – mussten so komplett über Leitern an der Giebelseite des Wohngebäudes ins Freie gebracht werden. Ein Teil der Personen konnten selbst die Leiter besteigen, die anderen wurden mit Hilfe einer sogenannten Schleifkorbtrage über die Leiter abgeseilt.

Auch die Löscharbeiten waren durch die Acetylenflasche stark eingeschränkt und konnten nur von der Rückseite aus erfolgen. Zur Wasserversorgung wurde Wasser aus der nahe gelegenen Jagst entnommen.

An der Übung waren neben Ilshofen auch die Abteilung Obersteinach und Ruppertshofen, sowie die Feuerwehr Wolpertshausen beteiligt. Die Einsatzleitung wurde von der sogenannten Führungsgruppe Mitte unterstützt.

Übung: Acht Autos „verwertet“

Auf dem Bauhof der Stadt Ilshofen ging es letzten Samstag zu wie beim Autoverwerter. Ein Radlader fuhr intakte Autos durch die Gegend, nur um sie wenig später wieder zerschnitten ab zu holen. Dazwischen konnten 25 Männer und Frauen der Feuerwehr Ilshofen an den Fahrzeugen üben, wie man Personen aus verunfallten Fahrzeugen befreien kann.

Am Abend zuvor ging man die Maßnahmen in der Theorie einmal durch. Neueste Verfahren bei der Rettung, neue Sicherheitstechniken und kleine Kniffe und Tricks die einem die Arbeit deutlich erleichtert. Zum Beispiel verkeilen sich tragende Elemente weniger, wenn man sie schräg durchschneidet.

Wir bedanken uns bei den Autohändlern in der Gemeinde und allen Privatpersonen für die gespendeten Fahrzeuge und den bereitgestellten Geräten.